Ein Polizist in Rheinland-Pfalz wurde aus dem Dienst entfernt, weil er jahrelang Arztabrechnungen gefälscht und weitere Straftaten begangen haben soll.

Auf die Schliche gekommen ist man dem Kommissar, weil er fünf Euro aus der Gemeinschaftskasse bei der Polizei genommen haben soll. Diese kleine Straftat führte zu schwerwiegenden Folgen.

Es wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Als Ergebnis wurde der Polizist, trotz guter Beurteilung und trotz unauffälligem Verhalten im Dienst, aus diesem entlassen. Natürlich wurde auch die Tatsache, dass er wegen einer Reihe weiterer Straftaten verurteilt worden ist.

Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass sein Griff in die Brötchenkasse schwerer wiegt, weil die Straftat im dienstlichen Umfeld begangen wurde. Straftäter werden härter als gewöhnlich bestraft, wenn sie bewaffnet sind auch wenn die Waffe gar nicht benutzt worden ist. Der Polizist hat diesen Tatbestand erfüllt, obwohl er seine Dienstwaffe nur bei sich hatte.